Europabaumpflanzung 2019 anlässlich der Europawoche

Bild, Monika Jost: v.re. MdL Tobias Utter, Bürgermeister Steffen Maar; Mi. Landrat Jan Weck-ler, re. daneben Dr. Johannes Fertig

Wir wollen ein  demokratisches, friedliches, soziales, ökologisches und föderales Europa

 

 „Die  diesjährige Europabaumpflanzung der Europa-Union Wetterau möchte ich mit dem Appell an die Bürgerinnen und Bürger aus der Wetterau richten: Geht am 26. Mai zur Europawahl und wählt die Kräfte, die demokratisches, friedliches, soziales, ökologisches und föderales Europa wollen. Es muss mit der Europäischen Union (EU) vorangehen:  Mit einem starken Europaparlament und einer starken Europäischen Kommission“ sagte Dr. Johannes Fertig, Kreisvorsitzender der Europa-Union Deutschland anlässlich der Europabaumpflanzung in Rosbach.

Am Neubaugebiet „Sang“  auf den Platz der Städtepartnerschaften in Rosbach pflanzte Dr. Fertig zusammen mit Bürgermeister Steffen Maar und Landrat Jan Weckler und  den Vorstandsmitgliedern der Europa-Union Helmut Betschel, Edda Weber und Landtagsabgeordneten Tobias Utter eine Waldkiefer. Fertig bedankte sich bei dem Bürgermeister und seinen Mitarbeitern für die Unterstützung der Stadt.

Fertig führte weiter aus: „Gerade der Platz der Städtepartnerschaften hat einen Symbolcharakter für das Zusammenwachsen Europas und  die heutige Europabaumpflanzung soll dazu beitragen dass wir uns immer mehr als Bürgerinnen und Bürger Europas fühlen und uns für den Zusammenhalt in Europas stark machen“.

„Die Europäische  Union beeinflusst durch ihr Handeln und Wirken auch das Leben der Bürgerinnen und Bürger  in der Wetterau“, bemerkte der Vorsitzende der Europa-Union.

Fertig wies darauf hin, dass  wir viele unserer Probleme in dieser globalisierten Welt nicht auf nationaler Ebene lösen können, sondern  nur  gemeinsam auf transnationaler  europäischer Ebene. Er nannte dabei beispielhaft den Klimaschutz, die Friedenssicherung und die notwendige demokratische Kontrolle der transnationalen Großkonzerne,  wie Google, Facebook und Co., die bei uns keine Steuern zahlen wollen.

Fertig bemerkte auch, dass nicht alles perfekt in Europa ist, aber dass vieles gut im Vergleich zu anderen Regionen dieser Welt läuft. „Kritik müssen wir ernst nehmen, Fehler beheben und Verbesserungen anstreben. Die Europäische Union ist kein abgeschlossenes Projekt. Sie muss weiterentwickelt werden und dies geht nur mit den demokratischen, freiheitlichen und Europa zugewandten Kräften. Diese Kräfte gilt es am 26. Mai  bei der Europawahl zu stützen“.

 

Landrat Jan Weckler  lobte bei seinem Grußwort zunächst  das vielseitige Engagement der  Europa-Union Wetterau   für ein friedliches, demokratisches und freies Europa. Er hob die Symbolkraft der jährlichen Europabaumpflanzung hervor,  mit der die Europa-Union in jedem Jahr in einer anderen Kommune des Wetteraukreises ein Zeichen für Europa setze.  Weckler bezeichnet die Europäische Union als eine große Friedensinitiative. Er erwähnte vielseitige Projekte, die auch in der Wetterau durch die Förderung der  EU ermöglicht wurden. Der Landrat betonte, dass sich bei der anstehenden Europa-Wahl entscheide, ob die proeuropäischen Kräfte  stark aus der Wahl hervorgehen, die Europa voranbringen und weiterentwickeln wollen oder die antieuropäischen Kräfte, die Europa von innen heraus zerstören wollen. Er appelliert deshalb an die Wählerinnen und Wähler die europafreundlich gesinnten Parteien bei der anstehenden Wahl zu unterstützen.

Bürgermeister Steffen Maar hat eine Waldkiefer für die diesjährige Europabaumpflanzung vorgeschlagen.  Er meinte, es handele sich bei der Waldkiefer um eine anspruchslose Baumart, die gegenüber vielen, insbesondere nährstoffärmeren, Böden tolerant ist. Deshalb ist sie gerade auch  für den am Pflanzstandort vorgefundenen  und durch Baustellen gestörten Rohboden am besten geeignet. Mit ihrem Pfahlwurzelsystem kann sie auch zu tiefer liegenden Wasserschichten vordringen. Laut Bürgermeister umfasst das Hauptverbreitungsgebiet Europa. Einerseits reicht  es bis weit nach Sibirien im Osten  und im Norden bis Lappland und andererseits bis in den Mittelmeerraum im Süden. Vereinzelt ist Sie auch im Westen Europas in Frankreich und sogar in Schottland zu finden. Maar betonte, dass die Waldkiefer somit als “europäischer Baum“ auch bestens  für die Europabaumpflanzung anlässlich der Europawoche geeignet ist.