75 Jahre Schuman-Erklärung

75 Jahre Schuman-Erklärung: 

Europa zählt mehr denn je! 

Am 9. Mai 1950 präsentierte der französische Außenminister Robert Schuman vor den Augen der Öffentlichkeit einen wegweisenden Plan, der die Europäische Einigung in Gang setzte: Im Rahmen einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl sollten die früheren Kriegsparteien Deutschland und Frankreich künftig die kriegswichtigen Rohstoffe im Verbund mit den Beneluxstaaten gemeinsam verwalten. So sollte eine neue „Solidarität der Tat“ geschaffen werden und Frieden in Europa dauerhaft gesichert werden. „Diese visionäre Idee von Schumans Vertrautem Jean Monnet hatte Erfolg. Heute blicken wir zurück auf 80 Jahre Frieden zwischen den Ländern der heutigen Europäischen Union“, sagt Ute Wiegand-Fleischhacker, Vorsitzende des Kreisverbands Groß-Gerau und Landesvorsitzende der überparteilichen Europa-Union. „Mit dem Europatag am 9. Mai feiern wir dieses große Glück. Die Einigung Europas hat uns nicht nur Frieden, sondern auch Wohlstand, Freiheit und die Stärkung unserer Rechte gebracht“, so Wiegand-Fleischhacker. Es erfülle sie jedoch mit großer Sorge, dass Europa heute immer mehr unter Druck gerate, sowohl von innen als auch von außen. Denn die Europäische Union sei die wichtigste Garantin für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit in einer immer instabileren Weltlage. „Europa zählt mehr denn je! Deshalb möchten wir die neue Bundesregierung darin bestärken, einen noch engeren Austausch mit den Regierungen unserer Nachbarländer zu etablieren und auf EU-Ebene mit einer starken und geeinten Stimme zu sprechen. Wir appellieren an die Bundesregierung, dass sie sich mit allem Nachdruck für die Bewahrung der europäischen Werte und Errungenschaften sowie für den Ausbau der europäischen Verteidigungsfähigkeit einsetzt“, unterstreicht Ute Wiegand-Fleischhacker.