Arthur Landwehr begeistert 200 Gäste in Wetzlar

Arthur Landwehr in Wetzlar

200 Zuhörer und Diskutanten, darunter knapp 150 Schüler, hatten die Gelegenheit, mit einem wahren Amerika-Experten zu sprechen. Arthur Landwehr war von 1999-2006 und von 2018-2022 ARD-Hörfunk-Korrespondent in Washington, D.C. Von 2006-2018 war er Hörfunk-Chefredakteur des Südwestrundfunks.

In den USA hat er die politische und gesellschaftliche Entwicklung in den Amtszeiten von Clinton, Bush, Trump und Biden intensiv journalistisch begleitet. Für seine Berichterstattung wurde er mit dem RIAS-Radiopreis ausgezeichnet. Sein Anfang 2024 erschienenes Buch »Die zerrissenen Staaten von Amerika. Alte Mythen und neue Werte – ein Land kämpft um seine Identität« wurde zum Spiegel-Bestseller. Darin beschreibt er die Menschen in Amerika, deren Nöte und Hoffnungen, und erzählt die Geschichten hinter der offiziellen Politik. Er geht der Frage nach, warum sich bereits 2016 und 2020 so viele Wählerinnen und Wähler für Trump entschieden haben. Ein Thema, das auch vor dem Hintergrund des Wahlsieges von Trump im November 2024 von großem Interesse war. Landwehr sprach mit den akademischen Großstädtlern ebenso wie „mit einfachen Leuten der amerikanischen Mittelschicht vom Land“ und verband in seiner Diskussion persönliche Erlebnisse mit politischer Analyse ohne dabei Position zu beziehen. Denn: Er bietet nur Fakten, stellt Fragen und lädt ein, sich individuell eine Meinung zu bilden. Bei seinen Veranstaltungen offenbart er einen Kulturkampf, der die USA zu zerreißen droht. Im Mittelpunkt: die Abstiegsangst der Weißen und das zunehmende Selbstbewusstsein von Schwarzen und Hispanics, der Mythos vom Cowboy, und die Sehnsucht, die amerikanische Freiheit bis heute mit Waffen verteidigen zu dürfen.