Europabaumpflanzung als Zeichen für Demokratie in Europa
Die überparteiliche Europa Union und der Magistrat der Stadt Ortenberg hat als Zeichen für Demokratie in Europa am NABU-Haus in Ortenberg-Selters ein Europabaum gepflanzt. Die feierliche Veranstaltung wurde begleitet durch den Musikverein Ranstadt / Ober-Mockstadt.
Der Vorsitzende des Kreisverbandes Wetterau, Dr. Johannes Fertig, stellte in seiner Rede fest, wie wichtig es sei, gerade jetzt vor der Europawahl am 9. Juni, sich für die Werte Freiheit, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit einzusetzen. Europa hat mit Russland und China zwei totalitäre Regierungen, die unsere Demokratie bekämpfen. Diese totalitären Regime unterstützen und finanzieren ihre Helfershelfer in Deutschland und in anderen europäischen Ländern, um unsere Errungenschaften für Demokratie und Zusammenhalt in Europa zu zerstören. Fertig warnte davor, dass diese Gegner eines vereinten Europas zurück zu einem Europa der Nationalstaaten streben, was unseren Wohlstand bedrohe. Sie schüren mit ihrem menschenverachtenden Weltbild Rassismus und Abschottung, die Gift für unseren Wirtschaftsstandort seien, denn wir sind auf Arbeits- und Fachkräfte sowohl aus der EU als außerhalb der EU angewiesen. Fertig betonte, dass diese Kräfte das Sprachrohr Putins seien, und dass sie defacto wollten, dass sich die Ukraine dem russischen Aggressor unterwerfe und keine Waffen mehr erhalten dürfe. Das sei eine gewaltige Gefahr für uns alle, denn die Ukrainer verteidigen das Prinzip, dass das Militär keine Grenzen verschieben dürfe und dass das gemeinsame Recht statt das Recht des Stärkeren gelte- was ein wesentliches Element für den längsten Frieden in Europa sei. Diese antidemokratischen Kräfte vertreten keine nationalen Interessen, sondern die des Autokraten Putins, der gleichzeitig ein Hybriden Krieg gegen uns und unsere Partner führe. Fertig rief auf wachsam zu sein und dankte gleichzeitig den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich an den beeindruckenden Demokratiekundgebung der vergangenen Monate beteiligt hätten. Am Schluss seine Ausführung erinnerte Fertig an ein Ereignis von vor 20 Jahre. Damals am 1. Mai 2004 nahm die Europäische Union zehn neue Mitgliedstaaten auf. Durch den Beitritt von Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien der Slowakei, Slowenien, Ungarn, Malta und Zypern sei der kulturelle und wirtschaftliche Austausch intensiviert worden und es seien neue Städtepartnerschaften entstanden. Auch sein aus den neuen Mitgliedstaaten viele dringend benötigte Arbeitskräfte insbesondere aus dem Bereich der Medizin und Pflege nach Deutschland gekommen. Mit dem Beitritt hätten sich die zehn Länder auch zu den europäischen Werten, allen voran Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verpflichtet. „Diese Werte können wir in der Europäischen Union am besten gemeinsam verteidigen“ führte Dr. Fertig weiter fort und appellierte an die Bürgerinnen und Bürger pro europäische demokratische Parteien ins Europaparlament zu wählen.