Zum ersten Mal hatte sich die Wetterauer Europa-Union eine etwas längere insgesamt sechstägige Reise zugetraut. Angesichts des attraktiven aber entfernter liegenden Reiseziels Slowenien, war die Dauer richtig gewählt.
In guter Stimmung und mit viel Vorfreude bestiegen die 44 Mitreisenden den Bus und erreichten am späten Nachmittag Graz an der Mur, die zweitgrößte Stadt Österreichs und Hauptstadt der Steiermark. Am Abend konnte die interessante Mischung zwischen jungem Studentenflair, malerischer Lage und traditionsreichen Gebäuden erspürt werden. Das erste Reiseziel in Slowenien war am Folgetag die Residenz der Deutschen Botschaft in der Hauptstadt Ljubljana. Der Empfang durch die Botschafterin Sylvia Groneick und ihrem Team war äußerst freundlich. An einen Vortrag der Botschafterin zu Slowenien und den slowenisch-deutschen Beziehungen schloss sich eine interessante und offene Frage- und Diskussionsrunde an. Daran beteiligten sich auch zwei Schüler slowenische Schüler mit hervorragenden Deutschkenntnissen.
Weiter ging es dann in das Ziel-Hotel in Portoroz direkt an der slowenischen Adria gelegen, das für drei Tage ‚Basislager‘ für weitere Exkursionen war.
Der Folgetag war einer intensiveren Begegnung mit Ljubljana gewidmet. Durch eine ausführliche Stadtführung wurde diese pulsierende, junge und extrem saubere Stadt mit vielen historischen Gebäuden aus der Habsburger Zeit auf gelungene Weise erschlossen. Ein weiterer Höhepunkt erwartete die Reiseteilnehmer dann in Medvode (deutsch: zwischen Wassern) einer Gemeinde im Umfeld von Ljubljana zwischen den Flüssen Sora und Save gelegen, zu der Nidda eine Partnerschaft unterhält. Die Begrüßung im von Anna Barle geleiteten Touristenzentrum war herzlich, beginnend mit einem brillanten Mundharmonikasolo und einer engagierten Präsentation zu Medvode. Sprachhürden kamen durch eine perfekte deutsch-slowenische Übersetzung nicht auf und bei einem leckeren Imbiss kamen viele ins direkte Gespräch. Die Gastgeschenke aus der Wetterau – Frucht-Seccos, Apfelwein und Steingut-Bembel und -Trinkbehälter fanden großen Anklang. Diese persönliche Begegnung auf Augenhöhe und zwischen Europäern unterschiedlicher Nationalität war sehr berührend. Sie war wieder einmal durch die Vernetzung der Wetterauer Europa-Union mit den Partnerschaftsvereinen möglich geworden - der Kreisverband will diese Vernetzung weiter stärken und ausbauen.
Der nächste Tag stand im Zeichen der der Erkundung der kurzen von Kroatien und dem italienischen Triest eingeklemmten slowenischen Adria-Küste. Koper mit seinem bedeutsamen Container-Hafen am Ende der chinesischen Seidenstraße und gleichzeitig sehenswerter historischer Altstadt sowie der malerische kleine Küstenort Piran wurden besichtigt. Bei milden Temperaturen wurde von einigen sogar ein Bad in der noch recht kühlen Adria gewagt.
Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen von Portoroz. Auf der Rückfahrt wurde nach einem Zwischenstopp mit Stadtführung in Maribor die letzte Reise-Station Passau erreicht. Dort wurde sich beim Abendessen anregend und resümierend über die Erlebnisse ausgetauscht. Die Teilnehmer waren sich einig, dass sich die durch Peter Bauch und Joachim Gutermuth wieder sorgfältig vorbereitete Reise gelohnt hat – und natürlich wurde auch schon über die nächsten Reiseziele gesprochen.
„Durch die direkte Begegnung mit den europäischen Mitbürgern und dem gleichzeitigen besseren Verständnis europäischer Geschichte und politischer Entwicklungen, die wir bei unseren Studienreisen vermitteln, lässt sich das europäische Integrationsprojekt fortentwickeln“, so der Vorsitzende der Wetterauer Europa-Union Dr. Helmut Francke.
Am letzten Tag ging es dann nach einer sehr interessanten Stadtführung durch Passau, der malerischen Drei-Flüsse-Stadt an Donau, Inn und Ilz wieder nach Hause in die Wetterau.
Das ansprechende Reisepaket führte nicht nur zu einer positiven Resonanz, sondern auch zu einem
Zuwachs an Mitgliedern bei der Europa-Union. „Gut für die Wetterau - gut für Europa“, ergänzt der stellvertretende Vorsitzende Peter Bauch.